Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück
Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück

 

Pfarrgemeinde  Burgen

 

Zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes im Jahr 928 war Burgen Filiale de Stiftpfarrei Münstermaifeld. Auch in einer Übersicht über das Pfarreinetz des Erzstiftes Trier aus dem Jahr 1075 ist erwähnt, dass Burgen damals zum Kollegiatstift zu Münstermaifeld gehörte. In der "Taxa generalis subsidiorum cleri Trevirensis", dem wichtigen Steuerverzeichnis aus der Zeit um 1330, wird die Kirche in Burgen als Kapelle bezeichnet. Erst seit dem Jahre 1627 wird hier ein Tauf- und Traubuch geführt, woraus man schließt, dass Burgen zumindest seit dieser Zeit eine selbstständige Pfarrei geworden ist. In den 1654 aufgestellten Statuten des damaligen großen Dekanats Ochtendungen und in Visitationsprotokollen des Jahres 1655 und 1680 wird Burgen unter den Pfarreien aufgeführt. Unter französischer Herrschaft wurde Burgen 1802 Hilfspfarrei des Kanton Treis des neugegründeten Bistum Aachen. Im Jahr 1824 kehrte die Pfarrei zum Bistum Trier zurück. Bis 1924 gehörte sie zum Dekanat Obergondershausen und kam dann bei der Neueinteilung des Bistum Trier zum Dekanat Karden. Im Jahr 1970 wurde die Burgener Pfarrei dem Dekanat Kobern (Pfarrverband Untermosel) zugeteilt. Sie hat sich der Rendantur Polch des Bistum Trier angeschlossen und wurde 1989 der Region Koblenz (bis dahin Rhein-Mosel-Ahr) zugeordnet.

Eng verbunden mit der Geschichte des Ortes ist von jeher auch die Geschichte seiner Pfarrkirche. Der älteste Teil der Kirche ist in der Sakristei mit dem vierteiligen Kreuzrippengewölbe erhalten, deren Bauform uns in das Jahr 1550 verweisen.

1756 ist das wichtigste Jahr in der Baugeschichte der Kirche. Damals erhielt der Baumeister Johannes Neurohr aus Boppard den Auftrag, an den frühgotischen Chor ein neues Kirchenschiff, ein mit einer flachen Decke versehener Saalbau, anzubauen. Die Kirche wurde 1768 feierlich eingeweiht. Wie aus einem Visitationsprotokoll des Jahres 1767 zur Zeit des Trierer Erzbischofs Johann Philipp von Waldersdorf (1756-1768) hervorgeht, war der Märtyrer St. Sebastian der Pfarrpatron; als weitere Patrone wurden der hl. Laurentius und der hl. Wendelinus verehrt.

In den Jahren 1827/28 baute man den heutigen Westturm mit einem achteckigen Helm an. Erst im Jahr 1862 wurde die erste Orgel, ein gebrauchtes Instrument aus Zeltingen, gekauft.

Ein besonderer Festtag der Pfarrei war der 16. Mai 1901, als der Trierer Bischof Michael Felix Korum den von der Münstermaifelder Kunstschreinerei Port angefertigten Nazarener-Hochaltar feierlich konsekrierte. Im Jahr 1934 erfolgte eine gründliche Renovierung der Kirche, der Einbau einer Heizung und die Erweiterung der Sakristei. Im Jahre 1952 erklang zur Freude der Gläubigen erstmals gemeinsam die Stimmen des neuen harmonischen Glockengeläutes. Nachdem im 2.Weltkrieg drei Glocken abgeliefert werden mussten, erhielt die verbliebene kleinste Muttergottes Glocke im Jahr 1949 und 1952 zwei Geschwister, die dem hl. Josef und dem Pfarrpatron St. Sebastianus geweiht wurde.

 

Die Pfarrgemeinde kann mit Recht stolz sein, ein künstlerisch so wertvolles Gotteshaus zu besitzen, dessen Malerei sich zur Freude der Kirchenbesucher in den schönen ursprünglichen Farben präsentiert. An der Rückseite des Chores wurde der alte St.Josef-Altar mit dem Tabernakel aufgestellt und die mächtige Kreuzigungsgruppe, die bis dahin frei an einem Drahtseil über dem Altarblock hing.                                     Quelle: Burgener Bildkrinik (1.Auflage 1990)

Pfarrinfo 1/2018
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Pfarrinfo 2/2018
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