Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück
Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück

Sehr geehrte Damen und Herrn,

liebe Schwestern und Brüder in Christus

 

 

Am 27/Mai-2020 erhielten wir von Trier das Anschreiben: Schritt für Schritt – Schutzkonzept für die öffentliche Feier von Gottesdiensten im Bistum Trier.

Dieses Schreiben wurde samt Anhängen heute an die Gremien der PG weitergeleitet. Eine gekürzte Version erhalten sie mit dieser Vorlage, denn vieles ist eher für den internen administrativen Ablauf gedacht, bzw. für den speziellen liturgischen Vollzug.

 

Grundsätzlich gilt: … „behutsam Konzepte zu entwickeln“, wie die Wiederaufnahme der öffentlichen Feier von Eucharistie und anderen Gottesdiensten geschehen kann. Bis auf weiteres gilt weiterhin für die Gläubigen (gem. CIC) die Dispens von der Sonntagspflicht.

Vorgabe für die gottesdienstliche Feier ist die Wahrung der Würde; zudem sind die hygienischen Maßnahmen zu beachten und so die Gefahr einer Infektion zu minimieren.

 

Auch ist darauf zu achten, was die jeweiligen Pfarreien an Organisationaufwand leisten können.

Der Pfarrer entscheidet mit dem Pastoralteam und den pfarrlichen Gremien, was „nach geltenden staatlichen und kirchlichen Anordnungen im Blick auf alle Beteiligten sinnvoll“ ist; und natürlich hinsichtlich der Ressourcen, die verfügbar sind.

 

„Trier“ empfiehlt weiterhin die medialen Angebote von Gottesdienstübertragungen zu nutzen.

 

 

Wo wir feiern können

 

Für unsere Pfarreiengemeinschaft kommen derzeit vier Kirchen infrage, die die Anforderungen erfüllen: zwei getrennte Ein-/Ausgänge (evtl. Notausgänge, die über unbefestigtes Wegstück führen, haben wir nicht gerechnet); und für den Innenraum der Kirche: mindestens zwei Gänge, die ein Einbahnsystem beim Kommunionempfang ermöglichen – also: einen Mittel- und einen Seitengang oder zwei Seitengänge. Kirchen mit nur einem Mittelgang konnten wir nicht berücksichtigen.

Als Kirchen bleiben nach wie vor: Nörtershausen, Oberfell, Hatzenport und Kattenes.

 

Was für die Feier der Eucharistie und sonstiger Gottesdienste in diesen Kirchen gilt –

 

Raum und Hygiene:

 

● Die Räume werden vor, während und nach der Feier gelüftet.

● Eigenes „Gotteslob“ verwenden. Leihbücher werden nicht bereitgehalten.

● Die verwendeten liturgischen „Gerätschaften“ und Mikrophone werden desinfiziert. Ebenso auch: ● Handläufe etc. Kontaktflächen (Türgriffe z. B.).

● Hygienemittel werden bereitgehalten.

● Bei Betreten und Verlassen des Kirchraums sind die Hände zu desinfizieren;

● Mund-/Nasenschutz ist anzulegen. [Während der Feier des Gottesdienstes kann der Mund-/Nasenschutz abgelegt werden – außer: jemand möchte mitsingen. Dann nur mit entsprechendem Mund-/Nasenschutz wegen Versprühens von Aerosolpartikel durch Atemluft.]

 

Teilnehmerzahl:

 

● Statt wie bisher 10m² Raum pro Teilnehmer zu rechnen, genügt künftig der Mindestabstand von 1,50m; das ist neu. [Deshalb werden sich künftig mehr Teilnehmer als bisher anmelden können. Die jeweilige Anzahl der max. möglichen Gottesdienstbesucher teilen wir mit, wenn wir von den Verantwortlichen der betreffenden vier Kirchen Zahlen (Schätzungen, da Familien ja ohne den Mindestabstand beieinander sitzen können; ebenso Begleitpersonen von Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind) vorliegen haben.

 

Anmeldung

 

● Nach wie vor bedarf es der telefonischen Anmeldung im Pfarrbüro (02607/323), das ab 2/Juni wieder geöffnet ist. (Wahrung des Sicherheitsabstandes 1,50m ansonsten Mund-/Nasenschutz!):

            Die Anmeldezeiten: Mo – Do    08:00 – 12:00h

          Sowie zusätzlich:     Do           14:00 – 16:00h.

[Die Nachmittagszeit gilt erst ab Dreifaltigkeit, da in der Woche nach Pfingsten das Büro wegen Urlaubs einer Sekretärin nur vormittags besetzt ist.]

● Die Anmeldung ist nur für den jeweils kommenden Sonntag [sowie die Vorabendmesse] möglich!

● Anmeldung jeweils für eine Familie. Jede Familie melde sich bitte extra an.

● Anmelden kann sich jeder, der will; auch Besucher von außerhalb des Ortes wie der Pfarreiengemeinschaft!

● Die Angemeldeten werden bei uns im Pfarrbüro namentlich, mit Adresse und Telefon gelistet. Diese Liste erhält der Empfangsdienst, der beim Betreten der Kirche die jeweiligen Besuchernamen abhakt. Für die Listen gilt aus Datenschutzgründen: keine Einsicht durch Dritte; Aufbewahrung von vier Wochen (unter Verschluß im Pfarrbüro), damit im Falle einer Infektion Nachverfolgung möglich ist. Nach der Aufbewahrungsfrist werden die Listen vernichtet.

 

Der Empfangsdienst

 

In unserer Pfarreiengemeinschaft haben wir uns auf jeweils vier Personen pro Gottesdienst verständigt, die den Empfangsdienst versehen und die bereits eingewiesen wurden; auch hinsichtlich des Datenschutzes. Schön wäre es, wenn sich aus allen Pfarreien der Pfarrgemeinschaft Helfer für den Empfangsdienst meldeten; auch aus jenen Pfarreien, in deren Kirche derzeit keine hl. Messe gefeiert werden kann.

 

● Der Empfangsdienst achtet darauf, daß im Eingangsbereich der Sicherheitsabstand gewahrt ist.

● Zwei Personen sind im Eingangsbereich: einer kontrolliert die Liste und hakt entsprechend ab. Eine andere Person achtet auf das Einhalten der Hygiene (Händedesinfektion).

● Zwei weitere Personen sind einweisend behilflich und begleiten die Besucher zu den Plätzen; sie achten auch darauf, daß Familien beisammensitzen können; daß der Mindestabstand von 1,50m gewahrt bleibt. Außerdem können sie gegebenenfalls Besucher, die nicht angemeldet sind, bei entsprechend verfügbarem Platz, unterbringen. Dann jedoch müssen diese Besucher in die Liste aufgenommen und wie o. e. namentlich mit Anschrift und Telefonnummer eingetragen werden.

● Der Empfangsdienst hilft auch beim Empfang der Kommunion, damit die Mitfeiernden geordnet aus ihren Bänken heraustreten, mit 1,50m Abstand in Reihe nach vorne treten und auf anderem Weg in ihre Bank zurückkehren.

● Am Ende der Feier achtet der Empfangsdienst darauf, daß kein Gedrängel am Ausgang entsteht und die Besucher (Mund-/Nasenschutz jetzt wieder angelegt) im Sicherheitsabstand nach Außen gelangen.

 

● Zum Empfangsdienst kann sich melden, wer keiner Risikogruppe angehört. Allerdings – das ist neu – ist dies jetzt lediglich eine dringende Empfehlung und kein „Muß“.

● In die Liste werden auch die Namen der Empfangsdienste eingetragen, sowie Name des Organisten, Küsters o. Küsterin, Lektor und des Zelebranten.

 

Die unter II genannten Regularien gelten auch für die Feier von Sterbeämtern!

Dies könnte problematisch werden, da a) nur die betreffenden vier Kirchen für ein Sterbeamt in Frage kommen; b) die Empfangsdienste vorhanden sein müßten, was bei Sterbeämtern, die bei Erdbestattungen sehr zeitnah zu halten sind, wochentags kaum durchführbar scheint (angesichts der Anmeldungen, Teilnehmerzahl, Abstand: wie weit soll der Begriff der „Familie“ gefaßt werden?)

 

Um auch jedem Gerede von „Zwei-Klassen-Beerdigung“ vorzubeugen, halte ich die derzeitige Lösung für sinnvoll: feierliche Trauerfeier auf dem Friedhof mit erster Station an der Trauerhalle, zweiter Station am Grab. Über Mikrophon können alle die Liturgie mitverfolgen und auf dem Friedhof ist die Teilnehmerzahl – da offener Raum – doch weniger eingeschränkt. Hier gilt es, sich mit den Ortsgemeinden zu verständigen und im Zweifelsfall dort nachzufragen, wenn größere Beerdigungen anstehen. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen beläuft sich die Dauer dieser Zeremonie auf ca. 35 bis max. 40 Minuten (statt 1h25, wenn zuvor ein Sterbeamt gehalten wird).

Für die Verstorbenen halte ich dann am selben Tag vormittags um 11:15h die heilige Messe, was ich der Familie jeweils im Gespräch zusage. Auch sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß wir in jedem Jahr an Allerseelen die heilige Messe für alle Verstorbenen des Vorjahres (Stichtag ist der erste September) feiern, wobei ein Kerzenlicht mit Namen der Verstorbenen aufgestellt wird und während der Messfeier brennt.

 

Liturgische Besonderheiten bei der Eucharistiefeier (und anderen Gottesdiensten)

 

● Wer von den Besuchern mitsingen möchte, ist verpflichtet Mund-/Nasenschutz zu tragen.

● Der Spendedialog [Pr.: „Der Leib Christi!“ – Empfänger: „Amen“] wird nur einmal gesprochen: vom Priester am Altar, worauf die Gemeinde mit „Amen“ antwortet. Danach wird die Kommunion still gespendet; Handkommunion.

● Auf jeglichen Körperkontakt wird verzichtet [kein Friedensgruß durch Handreichung]; Kinder werden kontaktlos und still gesegnet.

● Der Priester teilt allein die Kommunion aus. Wäscht sich, nachdem er kommuniziert hat, die Hände, ehe er zum Austeilen der Kommunion nach unten geht.

Meßdiener: zwar können jetzt mehr als zwei Meßdiener assistieren, aber da die Gabenbereitung, Händewaschung, das Abräumen des Altares, die Kollekte als Sammlung-durch-die-Reihen sowie Weihrauchdienste entfallen, wären die Kinder allenfalls Staffage. Und dafür sind mir die Kinder und Jugendlichen zu schade. Ministrantendienst ohne das Wahrnehmenkönnen der Dienstaufgaben ist eine Farce. Allenfalls das Argument: durch Nutzen von Plätzen im Altarraum mehr Besucher zulassen zu können, rechtfertigte es Ministranten im Altarraum unterzubringen.

● Auf Chor und Orchester wird weiterhin verzichtet.

● Kollektenkörbchen stehen am Portal.

● Die Weihwasserbecken bleiben leer.

 

Feiern von Taufen, Erstkommunion und Trauungen / Firmung

 

● Feier der Firmungen werden ab 31/August wieder „schrittweise“ aufgenommen. Weihbischöfe treten mit den Verantwortlichen der jeweiligen Firmvorbereitung in Kontakt und vereinbaren einen Termin.

● Für die Feier von Taufen und Trauungen gelten besondere hygienische Regeln, die ich mit den Tauffamilien im Rahmen des Taufgespräches erörtern werde. Taufen von mehreren Kindern unterschiedlicher Familien sind nicht vorgesehn, sondern nur, wenn die Familien der Täuflinge in verwandtschaftlicher Beziehung stehn.

[Hinweis: da der Zelebrant beim direkten Taufritual: Übergießen des Wassers und zeitgleicher Wortformel: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“ den Mindestabstand unterschreiten muß, muß er eigens für diesen Vorgang Mund-/Naseschutz anlegen. Andere Berührungsriten [Effata-Ritus und stilles Auflegen der Hände] entfallen (Kreuzzeichen auf die Stirn des Kindes wird ausschließlich von den Eltern gezeichnet); die Chrisamsalbung wird mit Watte vorgenommen.]

Erstkommunion: ist ab dem 2/Juni wieder möglich. Mit Gemeindereferentin Andrea Ulrich bin ich im Gespräch, die als Verantwortliche die Erstkommunion vorbereitet. Sie ist mit Eltern und Katecheten im Kontakt. Erste Vorüberlegungen gibt es; etwa: an verschiedenen Sonntagen die Kinder in kleinen Gruppen zur Erstkommunion zu führen. Diese heilige Messe hätte einige kindgerechte Elemente (Liedgut, Textbeteiligung der Kinder und direkte Ansprache); wäre jedoch nicht wie sonst von einer Musikband aufwendig begleitet. Auch sollen die Texte des jeweiligen Sonntags in den Lesungen und Evangelien Vorrang haben, damit wir nicht ein und dieselbe Messe in zig-facher Wiederholung auflegen. Vorteile dieser Feier lägen auf der Hand: kleinerer Kreis, direktere und persönlichere Ansprache an die Kinder, da ihre Gruppe überschaubar ist (Namen), Genügend Platz im Raum für die Teilnahme der Gemeinde. Ein praktischer Nebeneffekt: das Buchen von Restaurationen verteilte sich auf einen größeren Zeitraum, was den Familien hilfreich entgegenkommen könnte.

- Doch das sind Vorüberlegungen, die wir mit den Katecheten und Familien erörtern werden.

 

Auch mit den Gremien wollen wir darüber sprechen, weshalb wir einen Termin in Blick genommen haben, an dem ein Treffen möglich sein könnte. Dazu später noch ein Wort.-

 

 

V Hinweis auf die Feier des Fronleichnamsfestes

Grundsätzlich ist es möglich – lt. Landesverordnung – eine Fronleichnamsprozession zu halten. Es gelten jedoch die besonderen Abstands- und Hygienevorschriften. Das erfordert eine sog. „Gefährdungsbeurteilung“ (eigenes Formular, das auszufüllen ist). Die Prozession müßte zudem beim Ordnungsamt angemeldet werden. – Mir scheint: dies in der Kürze der Zeit zu organisieren, wäre für die entsprechende Pfarrei sehr aufwendig; ist doch schon in „normalen Zeiten“ die Vorbereitung einer Fronleichnamsfestes mit Eucharistiefeier, Errichten von Außenaltären und Durchführen der Prozession mit erheblichem Vorbereitungsaufwand verbunden. Das sollten wir uns in diesem Jahr nicht antun. Es ist ja der Eucharistische Segen am Ende der heiligen Messe, der uns beim Hinausgehen-in-unser-tägliches Wirken stärkt – so wie jeder Segen, mit dem wir aus der heiligen Messe entlassen werden. Ganz zu schweigen von der Eucharistie, die sich uns zum Empfangen gibt.

 

Das bisherige tägliche, zuletzt sonntägliche Läuten um 19:30h endet an Pfingstsonntag.

 

Werktagsmessen

Nach wie vor möchte ich gerne zunächst noch dabei bleiben, die Werktagsmessen im Pfarrheim Dieblich um 11:15h zu feiern. Hat den Vorteil: falls vorher eine Beerdigung ist [was jetzt wiederholt der Fall war], kann ich diese Eucharistiefeier direkt für den Verstorbenen und die Familie halten. Falls eine Beerdigung für 12:30h oder 13:00h anberaumt wäre, gälte Gleiches.

Zudem braucht kein Empfangsdienst bereitzustehn und es muß keine Liste geführt werden. Wenn, wäre diese Eucharistiefeier auch nur in eine der vier vorgenannten Kirchen zu zelebrieren möglich. Für die Küster eine auf Dauer doch zusätzliche Beanspruchung.

 

Ermuntern kann ich alle, die eine heilige Messe bestellen möchten, dies über das Pfarrbüro zu tun. Ich werde die jeweilige Messe dann für die betreffende Familie und hinsichtlich deren Anliegens zelebrieren, während die Angehörigen sich von zuhause aus betend und gedenkend anschließen können. Entscheidend ist doch die Feier der heiligen Messe zur Freude der Verstorbenen.

 

Pfarrheime (außer Dieblich wegen derzeitiger Renovierung der Kirche gottesdienstlich genutzt)

können im Einvernehmen mit der Kirchengemeinde unter Beachtung der Hygiene und Abstandsregeln wieder geöffnet und vermietet werden. Als Hilfe hierzu: Formular zur Gefährdungsbeurteilung.

 

Sitzungen von Räten und Gremien und Veranstaltungen im kleineren Rahmen

können bei geeigneten Räumlichkeiten und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln mit einer schriftlichen Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden.

 

Sakramentenkatechese

Virtuelle und Reale Formate können Schritt für Schritt entwickelt und durchgeführt werden. Auch Gruppengottesdienste können unter Beachtung der Regeln gefeiert werden

 

Seniorengottesdienste in den Seniorenheimen und Kranken- und Geburtstagsbesuche

Sind unter Beachtung der Regeln möglich. Derzeit streben wir an, diese eher im Außenbereich der Seniorenheime und ohne Kommunionempfang durchzuführen!

Viele der Kranken und Besuchenden gehören zu den Risikogruppen. Deshalb gilt es in diesem Bereich vorsichtig vor zu gehen. Derzeit versuchen wir telefonische im Kontakt zu bleiben.

 

Ferienaktionen für die Kinder und zur Entlastung der Familien

Ferienaktionen, wie die Waldferientage sind von Seiten des Bistums sehr erwünscht, unterliegen aber den bekannten Hygiene und Abstandsregeln. Wahrscheinlich werden die Waldferienetage in abgewandelter als Halbtagsveranstaltung durchgeführt.

 

Letzter Hinweis für die Gremien:

 

Damit wir mit allen Gremien uns über das Vorgehen austauschen können, habe ich mit dem Vorsitzenden des Pfarreienrates, Herrn Eduard Bildhauer, sowie dem stv. Vors. des KGV, Herrn Norbert Bildhauer und – als Pfleger der Homepage und Organisator des GPA, Herrn Steffen Kolb einen Termin in Blick genommen, an dem wir uns im Pfarrheim Nörtershausen (größter Raum) treffen könnten: Es wäre frühestmöglich am Montag, 15/Juni-2020. Uhrzeit: 19:00 – 21:00h.

Hierzu ergeht eine Vorankündigung im Mitteilungsblatt nächster Woche (zum Wochenende von Dreifaltigkeit). Die Einladung mit einer Tagesordnung wird Ihnen fristgerecht zugestellt.

Sinn dieser Zusammenkunft: ein erstes Treffen seit der Pandemie (die ja mitnichten ausgestanden ist!) und Erörtern weiterer Schritte auf dem Weg vor uns.

Nach wie vor sind wir im „Schritt-für-Schritt-Modus“, fahren auf Sicht. Und es geht hier nicht um Beschleunigung aus pragmatischen Erwägungen, sondern das Ganze kann nur als geistlicher Prozeß begriffen werden; auch als ein Neuwerden-im-Glauben, der sich der Führung Gottes anvertraut und nicht auf das „Selbst-Machhafte“ und auf Kontrolle baut, sondern gewillt ist, Ihm zu trauen und sich als Einzelner, wie als Pfarrei und Pfarreiengemeinschaft von Ihm wandeln zu lassen!

 

Von ganzen Herzen danke ich an dieser Stelle allen, die mir in den zurückliegenden Wochen für meinen Dienst als Priester durch ein gutes Wort, durch ihr Gebet und durch schriftliche und mündliche Grüße zu Ostern und den Feiertagen Zeichen der Verbundenheit geschenkt haben. Danke!

Danke auch allen, die sich jetzt für das Ganze einsetzen und für Ihn verfügbar sind.

 

Dieblich, 28/Mai-2020   _______________________________

[Pfarrer Joachim Wagner]

Dreifaltigkeit

7/Juni-2020

 

Les. 1: Ex 344b.5-6.8-9

Les. 2: 2 Kor 1311-13                                                                                                                                Ev.: Joh 316-18

 

 

Geistlicher Impuls

 

„Der Herr ist der Herr“ [Ex 346]

 

 

„Der Herr ist der Herr“, spricht Gott zu Mose. Das klingt so einfach, daß es überfordert.

Zwischen der heutigen Selbstbezeichnung Gottes und Seiner erstmaligen Vorstellung am Sinai als der „Ich bin“, liegt die Erfahrung der Befreiung; des Exodus aus Ägypten, aus der Sklaverei. Gott hat sich als barmherziger und gnädiger erwiesen; langmütig und reich an Huld und Treue. Mit dieser Heilserfahrung im Rücken hört Mose, wenn Gott ruft: „Der Herr ist der Herr.“

Sogleich steht Mose die innere Haltung des Volkes vor Augen: Hartnäckigkeit und Stolz, die das Haupt zu neigen nicht bereit sind und Gott die Anerkennung als Herr verweigern. „Der Herr ist der Herr“ provoziert und reizt zum Widerspruch. Satan verweigerte sich zuerst diesem Selbstanspruch Gottes; fügte sich nicht, betete nicht an; lehnte das Herr-Sein des Herrn ab. Was Satan dem Menschen einflüsterte, zielte exakt auf die Verunglimpfung, Verächtlichmachung und Zerstörung des Namens und der Integrität Gottes: Gott will nicht, daß ihr werdet wie Er [vgl. Gen 35].

Doch was der Stolz und die Verruchtheit des Bösen niemals fertigbrächten, wirkte Gott aus der Macht Seines Herr-Seins: Er offenbarte Sich dem Menschen; zeigte sich unendlich gütig und barmherzig; ja, Er erniedrigte Sich und wurde Mensch. Im Sohn offenbarte Sich die Wahrheit des Gottesnamens. Jesu Dasein war ganz Dienst im Licht dieses Wortes: „Der Herr ist der Herr“. Er war die menschgewordene Gestalt und Person des Herrn, denn Er war das Wort!

 

Schwestern und Brüder in Christus

Liebe Freunde im Glauben

 

Er war das Wort und konnte Es sein, da Er eins war in der Liebe mit dem Vater und dem Heiligen Geist. Ein Gott, Dessen Wille die Rettung der Welt und des Menschen war. Rettung durch Hingabe und Verzicht: „Er hielt nicht daran fest wie Gott zu sein, sondern Er entäußerte Sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich“, wie Paulus im Hymnus des Philipperbriefes schreibt. [Phil 26-7]. Oder heute im Brief an die Gemeinde in Korinth, wo Paulus diese allzu selbstbewußte und von sich etwas eingenommene Gemeinde mahnt „zur Ordnung zurückzukehren“. Also zu jener Haltung zurück zu finden, die eines Sinnes ist, wie es der Einheit des dreifaltigen Gottes angemessen ist. Einheit in der Liebe; jener Liebe, die das Herr-Sein des Herrn anerkennt und sich fügt.-

 

Eine Woche nach Pfingsten feiern wir das Hochfest Dreifaltigkeit. Es braucht die Hilfe des Heiligen Geistes, damit Er uns das Geheimnis der dreifaltigen Liebe erschließe. Nicht, indem der Heilige Geist eine Erklärung ausbreitete (Gott erklärt Sich nicht; Er offenbart Sich!), sondern indem Er unsere Herzen stärkt, damit wir lernten, Ihm zu vertrauen und uns von Ihm zu jener Freiheit der Kinder Gottes führen zu lassen, die – im Unterschied vom Bösen – Gott Sein Herr-Sein nicht neidet, sondern erkennt, zu welcher Größe Er uns in Christus berufen hat.

Dreifaltigkeit erklärt und begründet nicht, sondern erbittet von uns Ihn anzuerkennen; Ihn zu glauben, aufgrund alldessen, was Er aus und in Liebe für und an uns getan hat. Dreifaltigkeit fordert nicht den Verstand, sondern das Herz und unsere Fähigkeit vertrauen zu können. Dreifaltigkeit fordert unsere Liebe. Auf daß wir zu jeder Zeit beteten, wie der Sohn uns gelehrt hat: Dein Wille geschehe!

 

„Hilf uns, Herr, Deinen Willen zu lieben – weil Du ‚Du‘ bist.“ Amen

 

Fürbitten am Dreifaltigkeitssonntag                                                                                         7/Juni-2020

 

 

„Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes des Vaters.“ Er hat uns den Vater offenbart und ermutigt, in Seinem Namen den Vater zu bitten:

 

 

Erneuere Deine Kirche, forme und präge das Beten, Denken und Tun aller Gläubigen, damit wir der Welt glaubhaft Zeugnis für Dich ablegen können.

O Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! – A.: Wir bitten Dich erhöre uns.

 

Bewahre die Kirche bis in ihre Pfarrgemeinschaften hinein vor Uneinigkeit, Zersetzung und Zerstreuung. Halte böses Reden, bewußte und gewollte Falschaussagen und alles, was dem Nächsten zu schaden sucht, von uns fern.- Segne vielmehr das, was aus gutem Herzen kommt, was guten Willens und mit Liebe getan und gegeben wird.

O Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit!

 

Steh den Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft in ihrem Dienst zum Wohle der ihnen Anvertrauten bei. Behüte alle Völker, die unter despotischen und korrupten Strukturen zu leiden haben; die von Machthabern und Diktatoren drangsaliert werden. Ziehe Du, Herr, allen Gewaltherrschern die Grenzen und schenke Freiheit den Unterdrückten.

O Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit!

 

Beschütze und behüte unser Land vor dem Ungeist jenes „Herren-Denkens“, das schon einmal die Welt in Nacht und Verderben stürzte. Stärke alle, die in Wort und Haltung entschieden für die christlichen Werte von Freiheit, Frieden und Nächstenliebe einstehn.- Laß den Fremden bei uns Heimat und Geborgenheit finden.

O Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit!

 

Sei nahe allen, die von existentiellen Nöten geplagt sind: Kranke und Schwerstkranke; Menschen, die keinen Sinn in ihrem Leben erkennen; Menschen, die wirtschaftlich darben und aufgrund von Armut an einem Leben in Gemeinschaft nicht mehr teilnehmen können. Eröffne ihnen und allen, die einsam und allein sind; die nur zu oft im Stillen und verschämt leiden, wieder Wege zum Leben.

O Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit!

 

Führe die Verstorbenen heim in Dein Reich. Lohne ihnen alle Liebe und allen Einsatz-für-den-Nächsten; besonders bitten wir Dich für alljene, die so glaubwürdig und selbstlos Zeugnis für Dich abgelegt haben. Laß uns mit ihnen in Liebe verbunden bleiben – bis wir uns wiedersehn bei Dir [N.N.]

O Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit!

 

 

Lobpreis, Dank und Ehre sei Dir, unsrem Herrn und Gott; alle Tage unseres Lebens, bis in Ewigkeit. A: Amen

 

Anmeldung für die Feier der Heiligen Messe

Für alle die an der Feier der Heiligen Messe teilnehmen möchten, müssen sich zu oben genannten Zeiten im Pfarrbüro anmelden.

Zusätzlich müssen alle Teiulnehmer eine Datenschutzerklärung ausfüllen. Die Datenschutzerklärung bezieht sich auf die persönlichen Anmeldedaten die im Pfarrbüro telefonisch abgegeben wurde.