Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück
Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück

Hochwasserhilfe des Bistum Trier

 

https://www.dasein.bistum-trier.de/handeln/hochwasser/

Bericht aus dem Ahrtal.pdf
PDF-Dokument [377.5 KB]

Absage der hl. Messe am Sonntag 18/Juli-2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren der Pfarrgemeinde in Macken

Liebe Schwestern und Brüder in Christus

Liebe Weggefährten im Glauben

 

Aufgrund der Hochwasserlage an der Mosel hatte ich heute Morgen, Samstag 17/Juli die Entscheidung getroffen, die hl. Messe am Sonntag, 18/Juli nach Dieblich zu verlegen. Als ich diese Entscheidung traf, war ein Durchkommen von Dieblich nicht einmal zur Brücke Niederfell möglich.

Um nicht auf den letzten Drücker und mit Hast eine Änderung herbeiführen zu müssen, schien es mir geboten, zeitig zu reagieren. Zumal ich keine Zeit erübrigen konnte fortwährend Wasserstandspegel und Sperrungen zu beobachten, da ich am Vormittag ein fast zweistündiges Kondolenzgespräch zu führen und Gottesdienstvorbereitungen zu beenden hatte.

Zum Glück hat sich die Hochwasserlage im Laufe des Tages für betroffene Anwohner entspannt. Ein Durchkommen nach Macken wäre nun möglich gewesen. (Der Weg „oben rum“ hätte mir 1,5h Stunden Fahrzeit abverlangt.)

 

Einmal die Entscheidung getroffen und alles Nötige über zahlreiche Emails und Anrufe in die Wege geleitet, habe ich diese Prozedur nicht noch einmal durchführen wollen. Nicht zuletzt, weil ich am Limit meiner Kräfte bin.

 

Offensichtlich habe ich falsch entschieden und bitte daher um Verzeihung.

Ich bitte nicht um Verständnis, da mir dies eine zu hohe Erwartung schiene.

Denen, die mir dies nachsehen und vergeben können, danke ich.

Danke auch für jede unterstützende Kommunikation.

 

Allen Ihnen wünsche ich den Segen unseres Herrn Jesus Christus,

Pfr. Joachim Wagner / Dieblich 17/Juli-2021

16. Sonntag im Jahreskreis                                                                        18/Juli-2021

Les. 1: Jer 231-6

Les. 2: Eph 213-18                                                                                             Ev.: Mk 630-34

 

Geistliche Betrachtung

 

„Jetzt nimmt Er sich Seiner Herde an und wird ihr neuer Weidegrund“

 

 

Jesu Jünger haben ihren ersten Sendungsauftrag offensichtlich gut erfüllt und den Hunger der Menschen nach ‚Mehr‘ entfachen können. In Scharen eilen sie aus den Städten und umliegenden Dörfern den Jüngern hinterher. Und da diese wieder zu Jesus zurückgekehrt sind, um Ihm zu berichten, finden die Menschen über die Jünger zum Herrn. Er sieht den geistlichen Hunger und erkennt die Verwahrlosung einer Herde, die sich selbst überlassen ohne Weideraum ist. Bei Jesus finden die Menschen Weidegrund, der wirklich nährt und sättigt, da Er sie lehrt – auch die Jünger, denen Er nahelegt sich auszuruhen!

 

Das heutige Evangelium schließt an den Text vom vergangenen Sonntag an: jeder Sendungsauftrag, der in Christi Namen ergeht, mündet bei und in Ihm. Läßt Menschen Ihn finden, Der Anfang und Ende aller Sendung ist. Alpha und Omega, erster und letzter Buchstabe des Alphabets. In Ihm hebt geistliches Sprechen an; wird Wort, das zu verkündigen ist, hörbar und empfängt Sinn. Wird Lehre und Leben für die Menschen. Sie spüren die Kraft und die Wahrheit in Seinem Wort; spüren, wenn Er spricht, Seine Gegenwart, die ihr Herz erfüllt; die das, was zehrt, beklemmt und bedrückt, von ihnen nimmt und alles, was sie zugrunde richtete und zerstreute, sich verflüchtigen läßt.

 

Das Bild vom Hirten, der Sich kümmert, wird von Gott selber ins Spiel gebracht. Ihm ist es Ernst. In Seinem Sohn ist das Bild vom Hirten vorgezeichnet. Dieser Hirte wird Sein Leben hingeben für die Schafe; es ist also todernst und es empfiehlt sich beim Bild vom Hirten zu verweilen und Gottes Hirtendienst näher zu betrachten:

 

Was zunächst befremdet, ist ein Wort bei Jeremia, wonach Gott den Hirten vorwirft Seine Schafe zerstreut und versprengt, ihnen keinen Weideraum geboten zu haben! Doch unmittelbar darauf heißt‘s: Gott sammle den Rest Seiner Schafe von dorther, wohin Er sie versprengt habe. Übernimmt Gott hier die Schuld für die Zerstreuung und Versprengung Seiner Schafe? Hatte Er auf die falschen Hirten gesetzt? Hatte Er selber den Schafen Zerstreuung-und-Versprengung als Ausweg aus dem miserablen Zustand der Verwahrlosung eröffnet? Sicher ist: Er hat auch während der Zerstreuung-und-Versprengung Seine Schafe nie aus dem Blick verloren! Sie blieben die Seinen, um die Er wußte und mit denen Er litt. Sein Zorn auf die Bosheit jener, die die Schafe der Verwahrlosung überließen, ist unüberhörbar! Viel Schuld hat sich angehäuft. Doch Er wird die Menschen aus ihrer „Schuldfalle“ erlösen und den Preis dafür zahlen: nämlich den Einsatz und die Hingabe Seines Sohnes…

 

Liebe Schwestern und Brüder in Christus

Liebe Weggefährten im Glauben

 

In Ihm wurde Gottes Hirtensorge offenbar. Jesu Hirtendienst offenbart die Hirtenliebe des himmlischen Vaters; zeichnet das wahre, das authentische Bild vom Hirten. Er verschafft Weidegründe. Er verschafft Ruhe. In Seiner Person eröffnet sich den Schafen Raum und Leben in Fülle.

Jesus Christus ist der neue unvergängliche, immer blühende Weidegrund, den Gottes Fürsorge und Liebe allen eröffnet und zugänglich gemacht hat. Dieser Gute Hirte hat den Schafen die Weiden des göttlichen Wortes nicht vorenthalten, sondern offenbart. Hat sie nicht gefüttert, sondern geweidet. Er wußte und weiß, was im Menschen ist; wußte, was den tiefsten Hunger, die Sehnsucht nach Heil und Erlösung stillen, Frieden und Ruhe verschaffen kann. Ein Wort, das über alles Irdische und Kosmische hinaus reicht: Ich bin der Ich-bin-da. Jetzt, immer und ewig. Amen

Fürbitten 16. Sonntag i. Jk                                                                                     18/Juli-2021

 

 

Gott hat sich Seines Volkes erbarmt. „Er führt uns zum Ruheplatz am Wasser“. Im Vertrauen auf Ihn bitten wir:

 

 

Erneuere und stärke Deine Kirche. Laß sie Deine heilige Gegenwart ausstrahlen und hilf uns, Dich in jedem Menschen zu erkennen und zu lieben.

Du, unser Gott und Guter Hirt! – A.: Wir bitten Dich, erhöre uns.

 

Schaffe Du in turbulenten Zeiten Ruhe. Führe zusammen, was getrennt ist. Vereine die Völker im Bestreben allen beizustehn, die Not leiden, hungern und dürsten nach Gerechtigkeit. Setze den Kriegen ein Ende.

Du, unser Gott und Guter Hirt!

 

Steh allen bei, die ohne Orientierung und inneren Kompaß in Zeit und Raum unterwegs sind; die den Überblick zu verlieren und haltlos zu werden drohen. Ordne ihre Tage und schenke ihnen Frieden.

Du, unser Gott und Guter Hirt!

 

Sei Schutz und Beistand der Kinder und Jugendlichen. Laß in ihren Herzen den Glauben an Dich auferstehen und blühen. Schenke und erhalte ihnen die Freude am Leben, die Lust am Lernen und das Vertrauen in die Zukunft. Segne und behüte sie.

Du, unser Gott und Guter Hirt!

 

Sei Kraft und Halt auch den alten Menschen. Schenke ihnen Gelassenheit und stärke ihr Gottvertrauen. Hilf ihnen die Freude an Dir und Deinem Wort zu bewahren. Laß sie durch ihr Gebet und ihren Glauben zum geistigen und geistlichen Rückhalt für jüngere Generationen werden.

Du, unser Gott und Guter Hirt!

 

Heile alle Kranken; richte sie auf. Trockne die Tränen der Trauernden; Einsame laß wieder am Leben teilnehmen können; denen, die im Dunkel sitzen, werde Licht und Leben.

Du, unser Gott und Guter Hirt!

 

Führe die Verstorbenen heim in Dein Reich und laß sie Dein Angesicht und Deine Herrlichkeit schauen.

[N. N.]

Du, unser Gott und Guter Hirt!

 

 

Lobpreis und Dank sei Dir. Du bist gütig und barmherzig. Dich ehren wir alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit. A.: Amen